CoA – Analysezertifikat

TRANSPARENZ & QUALITÄT

Das Analysezertifikat (CoA) ist eines der wichtigsten Dokumente, die bestätigt die Qualität und Sicherheit einer bestimmten Produktcharge. Im Folgenden erklären wir dir, was genau ein CoA ist, wer es ausstellt und wie man es richtig liest.

Was ist ein CoA (Analysezertifikat)?

Ein Analysezertifikat (CoA) ist ein offizieller Laborbericht, der die Testergebnisse für eine bestimmte Produktcharge auflistet. Dazu können Angaben zu unerwünschten Stoffen (z. B. Schwermetalle oder Mikroorganismen) sowie zum Gehalt und zur Menge der Wirkstoffe gehören.

Ein CoA dient dazu, zu bestätigen, dass das Produkt der angegebenen Zusammensetzung entspricht, die Sicherheitsgrenzwerte einhält und von einem unabhängigen oder akkreditierten Labor getestet wurde.

Wer stellt ein CoA aus?

🪦 Unabhängiges, akkreditiertes Labor
🪚 internes Labor des Herstellers (sofern zertifiziert)

Warum ist ein CoA wichtig?

  • ✔️ bestätigt, dass das Produkt keine unerwünschten Verunreinigungen enthält
  • ✔️ stärkt das Vertrauen der Kunden in die Qualität und Sicherheit des Produkts
  • ✔️ sorgt für Transparenz – jeder kann die Testergebnisse einsehen

So liest du ein CoA – Schritt für Schritt

1) Identifikationsdaten
  • Name des Labors, das die Analyse durchgeführt hat
  • Datum der Analyse
  • Produktname
  • Chargennummer
  • Verfallsdatum des Produkts
  • Prüfparameter (z. B. Mikrobiologie, Schwermetalle) und verwendete Methode
2) Liste der getesteten Parameter

Ein CoA kann einzelne analysierte Substanzen oder Gruppen von Substanzen auflisten:

  • Verunreinigungen (Schwermetalle, mikrobiologische Verunreinigungen)
  • Wirkstoffe (z. B. Vitamin-C-Gehalt, EPA/DHA)

Jeder Parameter wird in der Regel wie folgt angegeben:

  • Name der getesteten Substanz
  • gemessener Wert
  • erforderliche Grenze
  • Verwendete Testmethode

Ist ein CoA dasselbe wie eine Zertifizierung?

Nein – ein CoA ist ein Laborbericht für eine einzelne Charge. Produkt- oder Rohstoffzertifizierungen (z. B. MSC, Bio) sind unabhängige Qualitätssiegel, die von Zertifizierungsorganisationen vergeben werden.

Schwermetalle

Schwermetalle (z. B. Blei, Quecksilber, Cadmium oder Arsen) sind Elemente, die aus dem Boden oder dem Wasser in Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel gelangen können. Es gibt sie in verschiedenen Formen – organische (kohlenstoffgebundene) Formen sind im Allgemeinen bioverfügbarer und weniger toxisch als anorganische Formen, die ein höheres Gesundheitsrisiko darstellen und daher streng überwacht werden.

Beispiele zum Kontext (gängige Lebensmittel):
  • Arsen: 150 g gekochter Reis können je nach Herkunft und Anbauweise etwa 5–20 µg anorganisches Arsen enthalten.
  • Quecksilber: 100–150 g Thunfisch können etwa 10–40 µg Quecksilber enthalten.
  • Blei: Eine typische tägliche Ernährung kann zu einer Aufnahme von etwa 5–15 µg Blei pro Tag führen.
  • Cadmium: 30–50 g dunkle Schokolade oder eine größere Portion Spinat können etwa 3–10 µg Cadmium enthalten.

Diese Beispiele dienen zur Veranschaulichung. Bei Nahrungsergänzungsmitteln überwachen wir die gesetzlichen Grenzwerte und geben die Ergebnisse im CoA an.

Mikrobiologie

Mikrobiologische Tests überprüfen das Vorhandensein unerwünschter Mikroorganismen wie Bakterien, Schimmelpilze oder Hefen. Diese können nicht nur die Produktsicherheit, sondern auch die Stabilität und Haltbarkeit des Produkts beeinflussen.

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Häufig gestellte Fragen