Gesunde Gewohnheiten bilden eine solide Grundlage für das körperliche und geistige Wohlbefinden. Eine konsequente und nachhaltige Routine fördert die Vitalität und langfristige Gesundheit, hält das Gehirn fit und hilft, lebensstilbedingten Krankheiten vorzubeugen. In diesem Artikel erfährst du, welche Gewohnheiten es sich lohnt, in den Alltag zu integrieren, um die Gesundheit zu verbessern, die mentale Belastbarkeit zu steigern und allgemeine Lebenszufriedenheit zu erreichen.
Was erfährst du in diesem Artikel?
- Was kann zur Selbstfürsorge gehören?
- Fang mit kleinen Schritten an
- Die 4 Säulen eines gesunden Lebensstils
- Was kann den Tagesablauf stören und wie geht man damit um?
- Fortschritte beobachten und flexibel bleiben
- Das Wichtigste aus dem Artikel
Was kann zur Selbstfürsorge gehören?
Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern ein wesentlicher Bestandteil eines gesunden Lebens, eine Investition in die zukünftige Gesundheit und eine Möglichkeit, im Alter und im späteren Leben aktiv zu bleiben. Selbstfürsorge umfasst alle Aktivitäten und Anpassungen des Lebensstils, die die körperliche und geistige Gesundheit verbessern und das persönliche Wachstum fördern. Dazu können Meditation, Entspannung in einem warmen Bad, aber auch Aktivitäten gehören, die mehr „Engagement“ erfordern, wie zum Beispiel tägliche gesunde Ernährung oder Kältetherapie.

Wie sollte also eine persönliche Routine aussehen? Im Idealfall sollte sie individuell gestaltet sein. Das Ziel ist es, auf nachhaltige Weise gesunde Gewohnheiten aufzubauen – Gewohnheiten, die unser Leben verbessern und die uns auch wirklich Spaß machen. Selbstfürsorgepraktiken unterscheiden sich daher je nach „Lebensphase, in der wir uns befinden“, den äußeren Stressfaktoren, denen wir ausgesetzt sind, und dem Zeit- und Geldaufwand, den wir investieren können. Wir können unsere Aufmerksamkeit auf verschiedene Ebenen richten:
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Körperpflege – Schlaf, Ernährung, Bewegung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Kälteexposition
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psychisches Wohlbefinden – Zeit für Erholung, Achtsamkeit, Stressbewältigung, Meditation
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soziale Interaktion – Wir arbeiten daran, hochwertige und sinnvolle Beziehungen aufzubauen
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persönliche Entwicklung – neue Fähigkeiten und Sprachen lernen sowie vielfältigen Hobbys nachgehen

Fang mit kleinen Schritten an
Nachhaltige Veränderungen lassen sich am besten schrittweise erreichen. Es macht keinen Sinn, zu versuchen, alle unsere Lebensgewohnheiten über Nacht zu ändern. Häufige Fehler sind unrealistische Erwartungen und der Versuch, alles auf einmal zu ändern. Der Ansatz „ein paar Prozent pro Tag“ funktioniert besser. Jede kleine Veränderung hat einen kumulativen Effekt – und sobald sie zur Routine geworden ist, kannst du eine weitere hinzufügen. Deshalb empfehlen wir, zum Beispiel so anzufangen:
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Trink nach dem Aufwachen ein Glas Wasser,
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Beginne den Tag mit einem herzhaften, proteinreichen Frühstück,
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Ich koche öfter selbst und gehe nur zu besonderen Anlässen ins Restaurant,
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Füge zu jeder Mahlzeit am Tag eine zusätzliche Portion Gemüse hinzu,
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Wechsle zwischen verschiedenen Gemüsesorten ab und scheue dich nicht, neue zu entdecken,
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Verzichte auf süße Snacks und ersetze sie durch gesündere Alternativen,
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Füge deiner üblichen täglichen Bewegung noch 30 Minuten Spazierengehen hinzu,
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Nimm dir in deiner Arbeitspause Zeit für etwas Bewegung – mach einen kurzen Spaziergang oder ein paar Kniebeugen, um dich zu dehnen,
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Nimm die Treppe, statt den Aufzug zu benutzen,
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Greif abends statt zum Handy lieber zu einem Buch oder hör dir einen Podcast an,
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Du kannst dir auch eine Liste mit Gewohnheiten erstellen, die du neu in deinen Alltag integrierst – das kann helfen, deine Motivation zu steigern
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Die 4 Säulen eines gesunden Lebensstils
Gesundheit ist das Ergebnis eines Gleichgewichts in mehreren grundlegenden Lebensbereichen. Schlaf, Ernährung, Bewegung und geistiges Wohlbefinden bilden die vier Hauptsäulen, die nicht nur unsere körperliche Vitalität, sondern auch unsere geistige Stabilität, Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit stützen. Wenn wir einen dieser Bereiche langfristig vernachlässigen, kann es zu einer allmählichen Störung des körperlichen und geistigen Gleichgewichts kommen – was sich in Müdigkeit, geschwächtem Immunsystem, hormonellen Ungleichgewichten, Angstzuständen oder Konzentrationsschwierigkeiten äußert.

Wenn wir eine gesunde Routine aufbauen, sollten wir nicht nach Perfektion streben, sondern vielmehr einen Rhythmus schaffen, der langfristig nachhaltig ist. Die Grundlage sollte vor allem aus diesen vier Bereichen bestehen:
1. Schlaf
Schlaf ist eine der wichtigsten Säulen der Gesundheit – unverzichtbar für die Regeneration des Körpers, die Funktion des Nervensystems, das Immunsystem und den Hormonhaushalt. Während des Schlafs finden entscheidende Prozesse statt, die durch nichts anderes ersetzt werden können: Das Gehirn sortiert und speichert Informationen, Zellen werden repariert, Muskelgewebe regeneriert sich und der Stresshormonspiegel wird ausgeglichen. Ein Mangel an gutem Schlaf führt nicht nur zu Müdigkeit – er kann auch den Stoffwechsel, die Stimmung und das Immunsystem beeinträchtigen und mit der Zeit das Risiko für lebensstilbedingte Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck oder Depressionen erhöhen.
Ein Erwachsener sollte durchschnittlich 7–9 Stunden pro Nacht schlafen. Es kommt jedoch nicht nur auf die Quantität, sondern vor allem auf die Qualität des Schlafs an – darauf, ob der Körper tatsächlich alle Schlafphasen durchläuft. Einige einfache, aber wirksame Maßnahmen können dabei helfen:
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Geh immer zur gleichen Zeit ins Bett und steh zur gleichen Zeit auf.
Ein regelmäßiger Schlafrhythmus hilft dabei, die innere biologische Uhr zu synchronisieren, was einen tieferen Schlaf und mehr Energie am Morgen fördert. -
Schränke die Blaulichtbelastung am Abend ein.
Bildschirme von Handys, Computern und Fernsehern strahlen blaues Licht aus, das die Produktion von Melatonin – dem Schlafhormon – unterdrückt. Idealerweise solltest du Bildschirme etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen durch Lesen, entspannende Musik oder Meditation ersetzen. -
Schaffe eine ideale Schlafumgebung.
Das Schlafzimmer sollte kühl (18–20 °C), ruhig und dunkel sein. Eine hochwertige Matratze, ein gutes Kissen und saubere Luft – ohne elektronische Geräte in der Nähe des Bettes – können die Schlafqualität deutlich verbessern. -
Verzichte vor dem Schlafengehen auf schwere Mahlzeiten und Alkohol.
Die Verdauung schwerer Mahlzeiten belastet den Körper und stört den natürlichen Schlafrhythmus. Alkohol mag zwar Schläfrigkeit hervorrufen, verhindert aber den Tiefschlaf, sodass der Körper sich nicht wirklich erholen kann.
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Neben diesen Grundsätzen hilft auch eine Abendroutine, indem sie dem Körper signalisiert, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen – zum Beispiel durch eine warme Dusche, sanfte Dehnübungen, Lesen oder Atemübungen. Guter Schlaf sollte nicht als Luxus betrachtet werden, denn er ist eine biologische Notwendigkeit – die Grundlage, auf der alle anderen Aspekte der Gesundheit beruhen, von der Immunität bis zum psychischen Wohlbefinden.

2. Ernährung
Die Ernährung ist eine weitere grundlegende Säule eines gesunden Lebensstils – sie beeinflusst nicht nur unsere körperliche Verfassung, sondern auch unser Energieniveau, unsere Stimmung, unsere Konzentration und unsere Fähigkeit, mit Stress umzugehen. Was wir essen, wirkt sich direkt auf die Zellfunktionen, den Hormonhaushalt, das Immunsystem und den Stoffwechsel aus. Langfristig hilft eine richtige Ernährung dabei, lebensstilbedingte Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronische Entzündungen vorzubeugen, und sie spielt auch eine wichtige Rolle für die psychische Gesundheit und die Leistungsfähigkeit des Gehirns.
Die Grundlage einer gesunden Ernährung ist keine strenge Diät, sondern Ausgewogenheit und Abwechslung. Das Ziel ist es, eine nachhaltige Ernährungsweise zu entwickeln, die die Vitalität fördert und gleichzeitig Freude am Essen bereitet.
Grundprinzipien einer gesunden Ernährung
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Der Schwerpunkt liegt auf frischen und minimal verarbeiteten Lebensmitteln
Frische Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, hochwertige Proteine und gesunde Fette versorgen den Körper mit wichtigen Nährstoffen – ganz ohne unnötige Zusatzstoffe, Konservierungsmittel oder zu viel Salz und Zucker. Es lohnt sich, Lebensmitteln in ihrer natürlichen Form den Vorzug zu geben – zum Beispiel Haferflocken statt gesüßter Cerealien, frisches Obst statt Säfte oder selbstgekochte Mahlzeiten statt Fertiggerichte. -
Ausreichende Zufuhr von Eiweiß, gesunden Fetten und Ballaststoffen
Diese Inhaltsstoffe bilden die Grundlage für eine stabile Energieversorgung und einen ausgeglichenen Hormonhaushalt:-
Protein (hochwertiges Fleisch, Eier, Fisch, Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh, Käse) hilft dabei, die Muskelmasse zu erhalten, und unterstützt die Regeneration.
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Gesunde Fette (Olivenöl, Nüsse, Samen, Avocado, Fisch) unterstützen die Gehirnfunktion, die Herzgesundheit und das Hormonsystem.
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Ballaststoffe (Gemüse, Obst, Vollkornprodukte) verbessern die Verdauung, unterstützen die Darmflora und stabilisieren den Blutzuckerspiegel.
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Regelmäßige Flüssigkeitszufuhr
Dehydrierung kann die Konzentration, Energie und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Am besten sind reines Wasser, Kräutertees oder Wasser mit Zitrone. Zuckerhaltige Getränke und zu viel Koffein können den Körper hingegen belasten. Es wird empfohlen, täglich etwa 30–35 ml Wasser pro Kilogramm Körpergewicht zu trinken, wobei der Bedarf bei körperlicher Aktivität oder heißem Wetter höher ist. -
Verzichte auf Süßigkeiten, einfache Kohlenhydrate und industriell verarbeitete Lebensmittel
Lebensmittel mit hohem Gehalt an raffiniertem Zucker, Weißmehl oder Zusatzstoffen führen zu Schwankungen des Blutzuckerspiegels, Müdigkeit, Reizbarkeit und begünstigen Entzündungen. Es lohnt sich, die Zutatenlisten zu lesen und minimal verarbeitete Alternativen zu wählen – zum Beispiel Nüsse statt Kekse oder frisches Obst statt süßer Riegel.
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Wir sollten uns bewusst gesund ernähren – Lebensmittel wählen, die dem Körper gut tun, und auf seine Bedürfnisse hören. Wenn die Ernährung abwechslungsreich, natürlich und ausgewogen ist, erhält der Körper Energie für seine täglichen Funktionen und zur Regeneration. Dadurch lassen sich alle anderen Gewohnheiten – von Bewegung bis zum Schlaf – leichter aufbauen.

3. Körperliche Aktivität
Bewegung ist eines der wirksamsten „Medikamente“, das uns kostenlos zur Verfügung steht. Es geht nicht um Perfektion oder Leistung – Regelmäßigkeit und Abwechslung sind das Wichtigste. Der Körper ist dafür geschaffen, sich zu bewegen; wenn er das nicht tut, verliert er nach und nach an Kraft, Flexibilität, Energie und Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress. Regelmäßige körperliche Aktivität kommt nicht nur den Muskeln und dem Herzen zugute, sondern auch dem Gehirn – sie verbessert das Gedächtnis, die Konzentration und die Stimmung und hilft, kognitiven Verfall zu verhindern.
Der Schlüssel liegt darin, eine Bewegungsform zu finden, die dir Spaß macht und zu deinem Lebensrhythmus passt. Das kann Tanzen, Spazierengehen, Schwimmen, Wandern, Yoga oder Körpergewichtsübungen sein. Wichtig ist, dass Bewegung zu einem natürlichen Teil deines Tages wird – und nicht zu einer Pflicht.
Tipps für gesunde Bewegung
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150 Minuten körperliche Aktivität mit mittlerer Intensität pro Woche
Das entspricht etwa 30 Minuten Bewegung 5 Mal pro Woche – zum Beispiel zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen oder Workouts zu Hause. Dieses Maß an Aktivität trägt dazu bei, Herz, Blutgefäße und Stoffwechsel gesund zu halten. -
Zweimal pro Woche Krafttraining
Krafttraining ist nicht nur für den Muskelaufbau wichtig, sondern auch für den Erhalt der Knochendichte, den Hormonhaushalt und zur Vorbeugung von altersbedingtem Muskelabbau. Du musst dafür nicht ins Fitnessstudio gehen – effektive Alternativen sind Körpergewichtsübungen (z. B. Kniebeugen, Liegestütze, Planks) oder Widerstandsbänder. -
Tägliches kurzes Stretching oder Yoga
Dehnübungen und achtsame Bewegungen helfen dabei, Verspannungen zu lösen, die Körperhaltung und Beweglichkeit zu verbessern und das Nervensystem zu beruhigen. Schon ein paar Minuten morgens oder abends reichen aus. Yoga, Pilates oder Atemübungen fördern zudem die Konzentration und die Erholung. -
Natürliche Bewegung den ganzen Tag über
Neben geplantem Sport ist „natürliche Bewegung“ sehr wichtig – zum Beispiel die Treppe statt den Aufzug nehmen, ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause, im Stehen arbeiten, sich nach längerem Sitzen dehnen oder aktive Freizeitgestaltung (z. B. mit Kindern spielen oder im Garten arbeiten).
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Gesunde Bewegung sollte deine Energie fördern – nicht rauben. Ein idealer Trainingsplan verbindet Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Regeneration. Ob Spaziergänge in der Natur, Tanzen, Schwimmen oder Yoga – das Wichtigste ist, dass du es regelmäßig und mit Freude machst.
4. Entspannung und mentale Hygiene
Stress ist ein natürlicher Teil des Lebens – er hilft uns, auf Herausforderungen zu reagieren, konzentriert zu bleiben und uns in anspruchsvollen Situationen zu schützen. Wenn Stress jedoch zu lange anhält, geraten Körper und Geist in einen Zustand chronischer Anspannung, der das Immunsystem schwächt, den Schlaf stört, die Verdauung und den Hormonhaushalt beeinträchtigt und das Risiko für Angstzustände oder Burnout erhöht. Deshalb ist es wichtig, nicht nur mit Stress umzugehen, sondern auch bewusst Momente der Ruhe einzubauen.
Psychische Gesundheit sollte eine bewusste Praxis sein, bei der Leistung und Erholung im Gleichgewicht stehen. Regelmäßige Entspannung stärkt die psychische Belastbarkeit, verbessert die Konzentration und das Gedächtnis und hilft uns, den Anforderungen des Alltags gelassener zu begegnen.
Praktische Tipps zur Förderung der psychischen Gesundheit:
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Achtsamkeit, Meditation oder Atemübungen
Kurze Meditations- oder Atemübungen (z. B. 5 Minuten achtsames Atmen pro Tag) helfen dabei, das Nervensystem zu beruhigen, den Spiegel des Stresshormons Cortisol zu senken und die Fähigkeit zu stärken, im Hier und Jetzt zu bleiben. Achtsamkeit schult die Aufmerksamkeit, Empathie und die Fähigkeit, überlegt statt impulsiv zu reagieren. -
Zeit in der Natur
Zeit im Freien zu verbringen – besonders im Wald oder in der Nähe von Wasser – baut Anspannung ab, fördert die Serotoninproduktion („das Wohlfühlhormon“) und beruhigt das Gehirn auf natürliche Weise. Schon 20 Minuten täglich im Freien können Stress reduzieren und die Konzentration verbessern. -
Kreative und sinnvolle Aktivitäten
Hobbys, Basteln, Musik, Malen, Tanzen oder Gärtnern haben eine therapeutische Wirkung – sie regen die Dopaminproduktion an und sorgen für ein Gefühl der Erfüllung. -
Soziale Kontakte knüpfen
Gute Beziehungen sind für die psychische Gesundheit genauso wichtig wie Ernährung oder Schlaf. Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam zu lachen und ein Gefühl der Zugehörigkeit zu haben, verringert das Risiko von Depressionen, Angstzuständen und kognitivem Verfall. Nimm dir Zeit für regelmäßigen Kontakt mit Menschen, in deren Gegenwart du dich wohlfühlst – schon ein kurzes Gespräch oder eine Umarmung kann heilend wirken.
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Die Grundlage für geistige Hygiene sollte darin bestehen, bewusst einen Gang herunterzuschalten, „abzuschalten“ und sich Ruhe zu gönnen. So wie der Körper Schlaf braucht, braucht auch der Geist Raum, um sich zu erholen – auch das ist eine der Säulen für langfristige Gesundheit und Stressresilienz.
Was kann den Tagesablauf stören und wie geht man damit um?
Selbst mit den besten Absichten und der Motivation, auf unsere Gesundheit zu achten, kommt uns der Alltag oft in die Quere. Arbeit, Familie, Stress oder unerwartete Ereignisse können selbst die besten Pläne leicht durcheinanderbringen. Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg liegt daher nicht in Perfektion, sondern in Flexibilität und der Fähigkeit, sich anzupassen.
Gesunde Gewohnheiten sollten praktisch, realistisch und – vor allem – langfristig nachhaltig sein. Du musst nicht alles perfekt machen; wichtig ist, dass du regelmäßig auch kleine Veränderungen in dein Leben integrierst. Es ist auch wichtig, nicht nach dem ersten Rückschlag aufzugeben, sondern dranzubleiben. Bei einer gesunden Routine geht es nicht um strenge Disziplin – es geht um langfristige Beständigkeit, Selbstfreundlichkeit und die Fähigkeit, neu anzufangen.
Und welche Hindernisse stören am häufigsten den Tagesablauf und die Umsetzung gesunder Gewohnheiten?
Zeitmangel
Eine der häufigsten Ausreden – und echte Hindernisse. Wir alle haben nur 24 Stunden am Tag, versuchen aber oft, zu viele Aktivitäten unterzubringen.
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Plane voraus – erstelle am Abend deinen Tagesplan oder eine kurze Liste mit Prioritäten.
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Teile große Ziele in kleinere, konkretere Schritte auf – statt zum Beispiel „mehr Sport treiben“ zu planen, nimm dir vor, nach dem Aufwachen 20 Minuten Yoga zu machen.
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Nutze tagsüber sogenannte Mikro-Pausen – kurze Zeitfenster wie 5 Minuten entspanntes Atmen oder 10 Minuten Spazierengehen während der Arbeit.
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Stress und Müdigkeit
Wenn wir erschöpft sind, fehlt uns oft die Motivation und Energie, auf uns selbst zu achten – ironischerweise ist das genau der Moment, in dem der Körper sie am meisten braucht.
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Gönn dir eine Auszeit – schon 5 Minuten achtsames Atmen, Dehnen oder Stille machen einen Unterschied.
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Probier mal die sogenannte aktive Erholung aus – einen Spaziergang, Musik, eine warme Dusche, Meditation oder ein kurzes Nickerchen.
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Halte einen regelmäßigen Schlafrhythmus ein und vermeide es, am Wochenende Schlaf nachzuholen, da dies den Tagesrhythmus stört.

Aufschieben
Wir wissen, was wir tun sollten, doch wir schieben es immer wieder auf – oft, weil wir das Gefühl haben, dass „jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist“.
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Schaffe ein Umfeld, das dich ganz natürlich zum Handeln anregt – leg deine Sportkleidung schon am Vorabend bereit, bereite gesunde Mahlzeiten im Voraus zu und lass dein Handy in einem anderen Zimmer.
Reisen oder Änderungen im Tagesablauf
Urlaub, Geschäftsreisen oder Krankheit können eine stabile Routine leicht durcheinanderbringen.
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Konzentriere dich auf die wichtigsten Säulen, die du überall aufrechterhalten kannst – Flüssigkeitszufuhr, guter Schlaf und leichte Bewegung.
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Hab einen „Notfallplan“ – zum Beispiel kurze Workouts ohne Geräte, gesunde Snacks griffbereit oder Nahrungsergänzungsmittel in Reisegrößen.
- Akzeptiere, dass eine Routine verschiedene Formen annehmen kann – statt dich um Perfektion zu sorgen, konzentriere dich auf Kontinuität.

Fortschritte beobachten und flexibel bleiben
Konsistenz ist entscheidend, aber es ist nicht nötig, in allem perfekt zu sein. Anstatt nach einer idealen Routine zu streben, konzentriere dich auf Regelmäßigkeit. Flexibilität ist unerlässlich – die Routine sollte dich unterstützen, nicht zu einer Stressquelle werden. Hilfreiche Hilfsmittel können sein:
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ein Gewohnheitstagebuch oder eine Handy-App
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die Schlafqualität oder zum Beispiel die tägliche Schrittzahl aufzeichnen
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Erinnerungen und kleine Belohnungen für Erfolge

Das Wichtigste aus dem Artikel
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Bei gesunden Gewohnheiten geht es nicht um Perfektion, sondern um Beständigkeit. Langfristige Ergebnisse entstehen durch kleine, regelmäßige Schritte – nicht durch einmalige Extreme.
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Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern Prävention. Sich um Körper und Geist zu kümmern, ist eine Investition in zukünftige Gesundheit, Energie und geistige Ausgeglichenheit.
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Die vier Säulen eines gesunden Lebensstils – Schlaf, Ernährung, Bewegung und mentale Hygiene – bilden eine solide Grundlage für körperliches und geistiges Gleichgewicht. Fehlt eine davon langfristig, leidet die allgemeine Gesundheit darunter.
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Fang ganz einfach an. Kleine alltägliche Gesten – ein Glas Wasser nach dem Aufwachen, ein kurzer Spaziergang, das Handy vor dem Schlafengehen ausschalten.
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Sei flexibel. Eine Routine kann sich je nach Lebensphase, Jahreszeit oder aktuellen Umständen ändern – das Wichtigste ist, nicht aufzugeben, wenn die Dinge mal nicht ideal laufen.
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Stress und Müdigkeit gehören zum Leben dazu, aber man kann damit umgehen. Kurze Pausen, Atemübungen, Zeit in der Natur oder regelmäßiger Schlaf helfen dabei, das Gleichgewicht wiederherzustellen.
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Verfolge deine Fortschritte. Ein Tagebuch oder kleine Belohnungen helfen dabei, die Motivation aufrechtzuerhalten und zu erkennen, dass die Veränderungen wirken.
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Jeder kleine Schritt zählt. Selbst kleine Änderungen in deinem Alltag haben eine kumulative Wirkung – mit der Zeit werden sie zu einem natürlichen Teil deines Lebens.

Quellen:
https://www.lifeextension.com/wellness/sleep-relaxation/best-self-care-routine
https://www.healthdirect.gov.au/creating-healthy-habits