Wie sich die Kapselform auf die Qualität von Nahrungsergänzungsmitteln auswirken kann: Ein Vergleich zwischen Weichkapseln und mit Flüssigkeit gefüllten Hartkapseln

22.5.2026

Artikel

How a Capsule Can Affect Supplement Quality: Comparing Softgels and Liquid-Filled Hard Capsules

Wählen Sie Nahrungsergänzungsmittel anhand ihrer Zusammensetzung aus? Dann übersehen Sie möglicherweise einen weiteren wichtigen Faktor – die Kapsel selbst. Die meisten Menschen konzentrieren sich auf die Etiketten und achten in erster Linie auf die Wirkstoffe. Wenn Sie jedoch nach einem Produkt suchen, das den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entspricht, sollten Sie auch die Art der Kapsel berücksichtigen, in der das Nahrungsergänzungsmittel verabreicht wird. Das Verkapselungssystem ist einer der entscheidenden Faktoren für die endgültige Qualität, Stabilität und Wirksamkeit eines Produkts.

In diesem Artikel erläutern wir die wesentlichen Unterschiede zwischen herkömmlichen Weichkapseln (sogenannten Softgels) und Kapseln mit LFHC-Technologie und erklären, warum die Art der Verkapselung eine größere Rolle spielt, als Sie vielleicht denken.

 

Der Artikel auf einen Blick

  1. Nachteile herkömmlicher Softgels (Weichgelatinekapseln)
  2. Der Trime-Standard: Technologie der flüssigkeitsgefüllten Hartkapseln (LFHC)
  3. Der Preis für Qualität
  4. Wo andere aufhören, fangen wir erst an
  5. Das Wichtigste auf einen Blick


Nachteile herkömmlicher Softgels (Weichgelatinekapseln)

Seit Jahrzehnten dominieren Weichgelatinekapseln – allgemein als Softgels bekannt – den Markt für flüssige Nährstoffe (wie Omega-3-Fettsäuren und fettlösliche Vitamine). Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch die Grenzen dieser Technologie auf, insbesondere hinsichtlich der Sauerstoffdurchlässigkeit, der chemischen Reinheit und der Wechselwirkungen zwischen der Kapselhülle und ihrem Inhalt. Softgels sind kostengünstig in der Herstellung, weisen jedoch aus qualitativer Sicht erhebliche Nachteile auf.

Herstellung von Softgels

Ein Cocktail aus chemischen Weichmachern

Um Gelatine weich und geschmeidig zu machen, müssen sogenannte Weichmacher (meistens Glycerin, Sorbit oder Propylenglykol) hinzugefügt werden. Diese machen 20–30 % des Gesamtgewichts der Kapselhülle aus. Allein die Verwendung chemischer Weichmacher widerspricht der Philosophie einer reinen Rezeptur, die frei von unnötigen Zusatzstoffen ist.

Porosität und Oxidation

Das Problem bei hohen Konzentrationen von Weichmachern besteht darin, dass sie die strukturelle Integrität der Kapsel beeinträchtigen. Sie erzeugen mikroskopisch kleine Kanäle, durch die ständig Feuchtigkeit und Sauerstoff ins Innere gelangen können. Für empfindliche Öle wie Omega-3-Fettsäuren bietet eine herkömmliche Weichkapsel einfach nicht genügend Schutz. Aufgrund ihrer Doppelbindungen sind EPA und DHA sehr anfällig für Oxidation. Sobald Sauerstoff eindringt, löst dies eine Kettenreaktion aus, die als Lipidperoxidation bezeichnet wird. Diese zersetzt die Wirkstoffe und mindert die Wirksamkeit des Produkts bereits lange vor dem Verfallsdatum.

Wussten Sie, dass der Verzehr von oxidierten Fetten nicht nur eine Frage des Geschmacks und Geruchs ist, sondern sich auch negativ auf die Gesundheit auswirken kann?
Die Einnahme von oxidierten Omega-3-Fettsäuren wird mit entzündungsfördernden Wirkungen und erhöhtem oxidativem Stress im Körper in Verbindung gebracht. Tierversuche deuten darauf hin, dass eine langfristige Einnahme den LDL-Cholesterinspiegel negativ beeinflussen, zu einer Lebervergrößerung führen und entzündliche Veränderungen im Verdauungstrakt verursachen kann. [1]

Wechselwirkung zwischen Hülle und Füllung

Da Softgel-Hüllen viel Wasser enthalten – bis zu 40 % während der Herstellung und etwa 5–8 % im Endprodukt – sowie verschiedene Weichmacher, ist die Kapsel nie wirklich stabil. Stattdessen wandern die Inhaltsstoffe ständig hin und her. Hydrophile (wasseranziehende) Bestandteile im flüssigen Kern können Weichmacher tatsächlich aus der Hülle „herausziehen“. Mit der Zeit führt dies dazu, dass die Kapsel spröde und verformt wird und leicht reißt. Umgekehrt können Inhaltsstoffe aus dem flüssigen Kern nach außen in die Hülle austreten, wodurch die Kapsel klebrig und strukturell instabil wird.

Thermische Belastung während der Produktion

Softgels werden in einem „Nassverfahren“ hergestellt und müssen tagelang in Trockenkammern getrocknet werden. Während dieser Zeit ist der Inhalt unnötigerweise Hitzebelastungen ausgesetzt.

Nachteile von Softgels
Nachteile von Softgels

Der Trime-Standard: Technologie der flüssigkeitsgefüllten Hartkapseln (LFHC)

Wir bei Trime sind davon überzeugt, dass kompromisslose Qualität und Sicherheit in jeder Kapsel enthalten sein müssen. Deshalb prüfen wir nicht nur die von uns verwendeten Wirkstoffe sorgfältig, sondern auch die Systeme, über die diese verabreicht werden.

Anstatt Kompromisse einzugehen, haben wir in die Liquid-Filled-Hard-Capsule-Technologie (LFHC) investiert, die unseren Kunden ein chemisch reines Produkt (frei von künstlichen Weichmachern und unnötigen Zusatzstoffen) bietet und gleichzeitig eine maximale Stabilität der enthaltenen Substanzen gewährleistet.

Vorteile von mit Flüssigkeit gefüllten Hartkapseln

Wie werden LFHC-Kapseln hergestellt?

Der wesentliche Unterschied zwischen Softgels und LFHC liegt im Herstellungsprozess.

Die Herstellung von Softgels ist ein „nasser“ Prozess bei dem Kapseln aus flüssigen Gelatinebändern geformt und anschließend getrocknet werden in Entfeuchtungskammern für 24 bis 72 Stunden. Während dieser Zeit ist die Kapselfüllung Restfeuchtigkeit und Hitzebelastung ausgesetzt, was den Zerfall beschleunigt.

Im Gegensatz dazu verwendet die LFHC-Technologie vorgefertigte, vollständig getrocknete Hartkapseln. Der Abfüllvorgang findet unter kontrollierter Atmosphäre statt: Die Flüssigkeit wird sofort in eine trockene Kapsel dosiert, der Innenraum wird mit Stickstoff gespült, um Sauerstoff zu entfernen, und die Kapsel wird innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde hermetisch verschlossen. Dieser Prozess „schließt“ den Wirkstoff in einem idealen Zustand ein, ohne dass er während der Produktion ungünstigen Bedingungen ausgesetzt wird.

Perfekte Versiegelung

Um eine vollständige Dichtheit der Flüssigkeitsfüllung zu gewährleisten, muss die Verbindung zwischen Kapselkörper und Kappe luftdicht sein. Eine traditionelle Methode ist das „Umwickeln“, bei dem ein Streifen um die Verbindungsstelle gelegt wird.

Wir wenden jedoch ein fortschrittlicheres Verfahren an: Die Kapseln werden mithilfe der Fusion-Mikrosprühtechnologie (LEMS® – Liquid Encapsulation Microspray Sealing) hermetisch versiegelt. Das Ergebnis ist eine im Moment der Befüllung perfekt „verschweißte“ Kapsel, die eine extrem hohe mechanische Festigkeit und eine absolute Undurchlässigkeit an der Nahtstelle aufweist. Die Nährstoffe werden so effektiv in ihrer höchsten Frische „zeitlich konserviert“.

Der Preis für Qualität

Sie fragen sich vielleicht, warum nicht alle Hersteller die LFHC-Technologie nutzen, angesichts ihrer offensichtlichen Vorteile. Die Antwort ist einfach: Komplexität und Kosten.

Die Herstellung in einer hermetisch abgeschlossenen Atmosphäre, die Verwendung von Stickstoff zur Verdrängung von Sauerstoff sowie die präzise Versiegelung mittels Mikrosprühschweißen erfordern hochmoderne Anlagen und eine wesentlich strengere Prozesskontrolle als bei herkömmlichen Weichkapseln.

Höhere Produktionskosten schlagen sich natürlich im Endpreis des Produkts nieder. Wir bei Trime sind jedoch der Ansicht, dass es sich nicht lohnt, bei Nahrungsergänzungsmitteln an den Kosten zu sparen – der Preis ist ein direkter Indikator für kompromisslose Reinheit und Sicherheit. Bei Trime erhalten Sie ausschließlich reine Wirkstoffe mit echter Wirksamkeit – ohne jeglichen Zusatz.

Vergleich zwischen Softgels und flüssigkeitsgefüllten Hartkapseln
Vergleich zwischen Softgels und flüssigkeitsgefüllten Hartkapseln

Wo andere aufhören, fangen wir erst an

Die meisten Hersteller entscheiden sich aufgrund der geringen Kosten und der guten Verfügbarkeit für Standard-Gelatinekapseln. Diese sind zwar erschwinglich und bewährt, weisen jedoch den Nachteil chemischer Weichmacher, einer hohen Porosität (und damit eines unzureichenden Schutzes für empfindliche Omega-3-Fettsäuren) sowie des Risikos einer Substanzmigration auf.

Bei Trime stehen Qualität, Wirksamkeit, Gesundheit und Sicherheit an erster Stelle. Aus diesem Grund setzen wir die LFHC-Technologie ein, die die strukturellen Nachteile von Softgels beseitigt und den „Clean-Label“-Prinzipien entspricht, indem sie unnötige Zusatzstoffe auf ein Minimum reduziert. Die LFHC-Technologie ist ein weiterer Beweis für unser Engagement für Sicherheit und Transparenz.

Um mehr darüber zu erfahren, was wir bei der Herstellung unserer Nahrungsergänzungsmittel bewusst vermeiden, lesen Sie unseren Artikel: „Wir gehen über das Etikett hinaus: Wahre Qualität und Sicherheit liegen in den Details, die man auf den ersten Blick nicht sieht.“

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Kapsel ist entscheidend: Ihre Qualität wirkt sich direkt auf die Stabilität, Reinheit und Wirksamkeit eines Nahrungsergänzungsmittels aus.
  • Softgels sind nicht „Clean Label“: Sie enthalten 20–30 % chemische Weichmacher, die in die Füllung übergehen können.
  • Vorsicht vor der Oxidation von Omega-3-Fettsäuren in Softgels: Softgels sind porös, sodass Sauerstoff empfindliche mehrfach ungesättigte Fette zersetzen kann, was möglicherweise zu negativen Auswirkungen auf die Gesundheit führen kann.
  • LFHC-Technologie: Hartkapseln mit flüssiger Füllung enthalten keine Zusatzstoffe, bieten eine hervorragende Versiegelung und schützen empfindliche Inhaltsstoffe vor Feuchtigkeit und Hitze.
  • Höherer Preis = höhere Qualität: Die Komplexität der LFHC-Herstellung spiegelt sich im Preis wider, doch handelt es sich dabei um eine Investition in ein sicheres, wirksames Produkt, das frei von oxidierten Fetten und unnötigen Chemikalien ist.



Quellen:

[1] Albert BB, Cameron-Smith D, Hofman PL, Cutfield WS. Oxidation von marinen Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln und die menschliche Gesundheit. Biomed Res Int. 2013;2013:464921. doi: 10.1155/2013/464921. Epub 30. April 2013. PMID: 23738326; PMCID: PMC3657456.https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3657456/

Häufig gestellte Fragen