Es steht außer Frage, dass die Ernährung einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und bestimmte Krankheiten hat und die Reaktion des Immunsystems beeinflusst. Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung versorgt uns mit einer Kombination wichtiger Nährstoffe, die unter anderem die Fähigkeit des Körpers beeinflussen, Viren und Bakterien wirksam zu bekämpfen.
Nahezu alle Makro- und Mikronährstoffe sind direkt oder indirekt an der Optimierung des Immunsystems beteiligt oder beeinflussen in irgendeiner Weise die Immunantwort. Ein Nährstoffmangel schwächt die Immunfunktionen und kann zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen führen. Da Vitamine und Mineralstoffe lebenswichtig sind und vom Körper nicht selbst gebildet werden können, sind wir auf eine angemessene Nahrungsaufnahme angewiesen.
Welche Rolle spielt Zink für das Immunsystem?
Zink ist ein Mineralstoff, der dazu beiträgt, das Immunsystem zu stärken. Es ist in jeder Zelle vorhanden und spielt dort eine wichtige Rolle für zahlreiche Funktionen, darunter den Stoffwechsel. Es ist an der Synthese und dem Abbau von Kohlenhydraten, Lipiden, Proteinen und Nukleinsäuren sowie am Stoffwechsel anderer Mikronährstoffe beteiligt.
Zink – Aktivator eines wichtigen Antioxidans
In menschlichen biologischen Systemen wurden mehr als 200 zinkhaltige Enzyme gefunden, darunter Superoxiddismutase (SOD), die wesentliche Bestandteile des antioxidativen Abwehrsystems sind. Es beeinflusst die Aktivität von SOD und stabilisiert dessen Molekülstruktur.
SOD hat die Fähigkeit, Zellen zu regenerieren, deren Zerfall zu verhindern und potenziell schädliche Sauerstoffmoleküle in den Zellen zu neutralisieren. Es hilft dabei, eines der gefährlichsten Radikale – Wasserstoffperoxid – abzubauen, indem es dieses in Wasser und Sauerstoff umwandelt. Dies könnte Gewebeschäden verhindern.
Es gibt verschiedene Formen von SOD, die sich in ihrer Metallbindungsfähigkeit unterscheiden (Zink, Kupfer, Mangan oder Eisen). Die Metallbindung in ihrem reaktiven Zentrum bestimmt die Verteilung in den Zellkompartimenten und die Empfindlichkeit gegenüber verschiedenen Reagenzien. Zink-Superoxiddismutase ist vorwiegend im Zytosol der Zelle verteilt, um diese zu schützen.
Wie sorgen Zinkbindungen für strukturelle Stabilität?
Zinkatome spielen eine strukturelle Rolle in kleinen Proteinen, die als Zinkfinger bezeichnet werden (ihre Form ähnelt einer Fingerbeuge). Sie binden an die Proteinstrukturen und machen diese stabiler. Zinkfinger sind strukturell vielfältig und erfüllen eine breite Palette von Funktionen in verschiedenen zellulären Prozessen, wie beispielsweise Replikation und Reparatur, Transkription und Translation, Stoffwechsel und Signalübertragung, Zellproliferation und Apoptose. Zinkfinger fungieren typischerweise als Interaktionsmodule und binden an eine Vielzahl von Verbindungen, wie Nukleinsäuren, Proteine und kleine Moleküle. Sie können eine Schlüsselrolle bei der natürlichen Regeneration von Gewebe sowie bei der Entstehung bestimmter Zivilisationskrankheiten oder Hautprobleme spielen.

Wie wirkt sich ein Zinkmangel auf unser Immunsystem aus?
Die Thymusdrüse ist ein für die Entwicklung des Immunsystems unverzichtbares Organ. Bei Kindern ist sie am größten. Sobald Sie die Pubertät erreichen, beginnt die Thymusdrüse langsam zu schrumpfen und wird durch Fettgewebe ersetzt. Bei einem Zinkmangel ist die Aktivität der Thymusdrüse vermindert, da die Aktivität des Thymushormons Thymulin von der Anwesenheit von Zink abhängt.Aus dem Knochenmark wandern Lymphozyten in die Thymusdrüse, wo sie unter dem Einfluss verschiedener Hormone zu verschiedenen Zelltypen heranreifen, darunter Helfer-, Killer- und Suppressorzellen. Dies gleicht dem Reifungsprozess der T-Lymphozyten, der in der Thymusdrüse stattfindet, und nur jene Zellen, die bestimmte Arten von Krankheitserregern erkennen können, werden aus der Thymusdrüse freigesetzt.
Zink ist ein Spurenelement, das in allen Körpergeweben und -flüssigkeiten vorkommt und eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der strukturellen Integrität des Hautgewebes und der Schleimhäute spielt. Zink ist für viele Aspekte des Immunsystems unverzichtbar, da sein komplexer Mechanismus sowie die Phagozytose, die intrazelluläre Abtötung und die Zytokinproduktion durch einen Zinkmangel beeinträchtigt werden. Negativ beeinflusst werden zudem das Wachstum und die Funktion von T- und B-Zellen.