Zink ist einer der essenziellen Nährstoffe. Unser Körper kann es nicht selbst herstellen, weshalb wir auf die Zufuhr über die Ernährung oder über Nahrungsergänzungsmittel angewiesen sind. Die Einnahme von Zinkpräparaten hat sich als wirksame Maßnahme gegen Viren etabliert.
Der Artikel im Überblick:
- Zink und seine Funktion im menschlichen Körper
- Zink als Erste-Hilfe-Maßnahme bei beginnender Erkältung oder Infektionskrankheit
- Zinkquellen
- Fazit
Zink und seine Funktion im menschlichen Körper
Zink ist das zweithäufigste Spurenelement in unserem Körper (nach Eisen) und ist entscheidend für die gesunde Entwicklung und Funktion der Immunzellen. Zink hat im Körper vielfältige Funktionen: Neben der Aufrechterhaltung eines gesunden Immunsystems trägt Zink dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, und sorgt für gesundes Haar, gesunde Nägel und gesunde Haut. Zink ist zudem am Prozess der Zellteilung beteiligt und spielt eine Rolle bei mehr als 300 enzymatischen Reaktionen im Körper. Zink fördert die Fruchtbarkeit, ein gesundes Sehvermögen und die Wundheilung.
Zink als Erste-Hilfe-Maßnahme bei beginnender Erkältung oder Infektionskrankheit
Da Zink für die ordnungsgemäße Funktion der Immunzellen wichtig ist, kann ein Zinkmangel zu einer geschwächten Immunantwort des Körpers und damit zu einer höheren Anfälligkeit für Infektionskrankheiten führen.
Aus diesem Grund wird Zink auch einigen Medikamenten gegen Erkältungen zugesetzt. Mehrere Studien haben bereits die Wirksamkeit von Zink bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten bestätigt. So zeigte beispielsweise eine Auswertung von sieben Studien, dass eine Zinkergänzung die Dauer von Erkältungen um bis zu ein Drittel verkürzen kann [1]. Andere Forschungsergebnisse deuten zudem darauf hin, dass eine Zinkergänzung das Infektionsrisiko senken und die Immunantwort bei älteren Menschen fördern kann. [2]
Experten empfehlen, so bald wie möglich nach den ersten Anzeichen einer Erkältung mit der Einnahme von Zinkpräparaten zu beginnen, idealerweise innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome.
Zinkquellen
Zu den reichhaltigsten Zinkquellen zählen Austern und andere Meeresfrüchte. Fleisch, insbesondere Rindfleisch, ist eine weitere gute Zinkquelle. Auch Kürbiskerne weisen einen höheren Zinkgehalt auf, doch wir raten davon ab, sich ausschließlich auf pflanzliche Zinkquellen zu verlassen, da diese verschiedene Antinährstoffe enthalten, die die Zinkaufnahme beeinträchtigen können. Bei einer beginnenden Infektionskrankheit wäre es sinnvoll, die Zufuhr dieses Nährstoffs in Form eines hochwertigen Nahrungsergänzungsmittels zu erhöhen.
Fazit
Schätzungen zufolge leiden weltweit etwa 2 Milliarden Menschen aufgrund einer unzureichenden Zufuhr über die Nahrung an einem Zinkmangel. Zu den Symptomen eines Zinkmangels zählen unter anderem eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, eine schlechte Wundheilung, der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns sowie weiße Flecken auf den Nägeln.
Wenn wir unser Immunsystem in der Zeit verschiedener Infektionskrankheiten und Erkältungen unterstützen möchten, ist es sicherlich eine gute Idee, Zink zu ergänzen. Es ist ratsam, ein Zinkpräparat in Ihrem Hausapotheke zu haben und es im Falle einer Erkältung so schnell wie möglich einzunehmen.
Mehr über den Zusammenhang zwischen Zink und dem Immunsystem erfahren Sie in unserem Artikel „Zink und das Immunsystem“.
Quellen
[1] Hemilä H. Zinkpastillen und die Erkältung: eine Metaanalyse zum Vergleich von Zinkacetat und Zinkgluconat sowie zur Rolle der Zinkdosierung. JRSM Open. 2. Mai 2017; 8(5):2054270417694291. doi: 10.1177/2054270417694291. PMID: 28515951; PMCID: PMC5418896.
[2] Haase H, Rink L. Das Immunsystem und die Bedeutung von Zink im Alterungsprozess. Immun Ageing. 12. Juni 2009;6:9. doi: 10.1186/1742-4933-6-9. PMID: 19523191; PMCID: PMC2702361