Akazienfaser: ein natürlicher Zusatzstoff mit zusätzlichem Nährwert
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Akazienfaser, auch bekannt als Gummi arabicum, ist ein löslicher, präbiotischer Ballaststoff, der aus dem Saft von Bäumen der Gattung Acacia gewonnen wird. Bei Trime verwenden wir sie als natürlichen Inhaltsstoff überall dort, wo andere Hersteller auf synthetische Zusatzstoffe zurückgreifen würden. Sie dient als Nahrung für Darmbakterien und wird in der Lebensmittelindustrie als Verdickungsmittel, Stabilisator und Emulgator eingesetzt. In diesem Artikel erfahren Sie, was Akazienfasern sind, warum wir sie in unseren Nahrungsergänzungsmitteln verwenden und was die Forschung dazu sagt.
Der Artikel auf einen Blick:
- Was sind Akazienfasern?
- Warum wir Akazienfasern in unseren Nahrungsergänzungsmitteln verwenden
- Was die Forschung über Akazienfasern aussagt
- Arten von Ballaststoffen und deren Mangel in der Ernährung
- Das Wichtigste auf einen Blick
Was sind Akazienfasern?
Akazienfaser, auch bekannt als Gummi arabicum, ist eine Art präbiotischer löslicher Ballaststoffe. Sie wird aus dem Saft der Akazie gewonnen, einem Baum oder baumartigen Strauch, der hauptsächlich in den Tropen und Subtropen wächst. Akazienfaser verfügt über technologische Eigenschaften, die in Lebensmitteln, Getränken und Nahrungsergänzungsmitteln von Nutzen sind, wo sie als natürliches Verdickungsmittel, Stabilisator und Emulgator fungiert. Über diese Eigenschaften hinaus hat sie zudem positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und wird eigenständig als Nahrungsergänzungsmittel verwendet.
Warum wir Akazienfasern in unseren Nahrungsergänzungsmitteln verwenden
Es gibt nicht viele Unternehmen in der Nahrungsergänzungsmittelbranche, die eine ähnliche Philosophie wie wir verfolgen. Bei der Auswahl hochwertiger Inhaltsstoffe suchen wir stets nach dem besten Lieferanten, dessen Produkte ein maximales Nährstoffpotenzial bieten und gleichzeitig umweltfreundlich sind. Bei der Herstellung wenden wir möglichst schonende Verarbeitungsmethoden an und vermeiden unnötige Zusatzstoffe in unseren Nahrungsergänzungsmitteln. Wenn wir einen Hilfsstoff benötigen, ziehen wir einen natürlichen einem synthetischen vor. Akazienfaser ist genau ein solcher Inhaltsstoff.
Aus diesem Grund haben wir begonnen, in einigen unserer Produkte Bio-Akazienfasern als rein natürlichen Zusatzstoff zu verwenden, der zudem einen Nährwert besitzt.
Wir wählen einen Rohstoff aus nachhaltig angebauten Akazienbäumen, in Bio-Qualität, gentechnikfrei (non-GMO) und als Low-FODMAP-Zutat zertifiziert. Akazienfasern finden Sie beispielsweise in Magnesium, Zinkchelat + Vitamin B6, Vitamin D3 oder in den Multivitamin-Komplexen Fertility Essentials und Pregnancy Essentials“.
Was die Forschung über Akazienfasern aussagt
Natürliche Akazienfasern sind reich an den Polysacchariden Arabinogalaktanen und Glykoproteinen und unterstützen unsere Gesundheit auf vielfältige Weise. Die nachstehenden Erkenntnisse beziehen sich auf Akazienfasern als eigenständig untersuchten Rohstoff. In den Studien wurden Dosierungen von etwa 10 bis 30 g pro Tag verwendet. Dies ist deutlich mehr als die Menge an Ballaststoffen, die als Zusatzstoff in unseren Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist.
Es wirkt als Präbiotikum. Eine Studie von Calame et al. (2008) begleitete 54 gesunde Probanden über einen Zeitraum von vier Wochen bei einer täglichen Einnahme von 5 bis 40 g. Dabei wurde ein signifikanter Anstieg der Bifidobakterien und Laktobazillen beobachtet, wobei sich die tägliche Dosis von 10 g als am wirksamsten erwies. [1]
Sie dienen als Quelle für die Produktion kurzkettiger Fettsäuren. Während der Fermentation im Darm unterstützen lösliche Ballaststoffe die Produktion kurzkettiger Fettsäuren (SCFAs) wie beispielsweise Butyrat. SCFAs versorgen die Darmzellen mit Energie, senken den pH-Wert (was wiederum dazu beiträgt, pathogene Bakterien zu reduzieren und die Aufnahme bestimmter Nährstoffe zu verbessern), unterstützen die Produktion von Mucin (Darmschleim) und verbessern die Integrität der Darmschleimhaut. Eine Übersichtsarbeit von Ríos-Covián et al. (2016) beschreibt ihre Rolle bei der Ernährung der Darmzellen und bei der Regulierung des Darmmilieus. [2]
Dies wird mit einem Sättigungsgefühl und einer geringeren glykämischen Reaktion in Verbindung gebracht. In einer Studie von Larson et al. (2021) wurden Dosen von 20 und 40 g Akazienfasern bei gesunden Probanden getestet. Die 20-g-Dosis senkte den Blutzuckerspiegel 30 Minuten nach einer Mahlzeit im Vergleich zur Kontrollgruppe, und die 40-g-Dosis verstärkte das Sättigungsgefühl leicht. Bei einer Dosis von 40 g verzeichneten die Autoren häufigeres Völlegefühl und Blähungen. [3]
Es wurden zudem Untersuchungen hinsichtlich der Körperzusammensetzung durchgeführt. Eine randomisierte Studie von Babiker et al. (2012) begleitete 120 gesunde Frauen, die sechs Wochen lang täglich 30 g Akazienfasern einnahmen. In der Fasergruppe sank der Body-Mass-Index (BMI) um 0,32 und der Körperfettanteil um 2,18 Prozentpunkte. In der ersten Woche traten bei einigen Teilnehmerinnen Verdauungsbeschwerden auf. [4] Höhere Dosierungen können daher vorübergehend zu Verdauungsbeschwerden führen.

Arten von Ballaststoffen und deren Mangel in der Ernährung
Ballaststoffe lassen sich in zwei grundlegende Gruppen unterteilen.
- Lösliche Ballaststoffe (einschließlich Akazienfasern) quellen im Darm auf, werden dort fermentiert und wirken als Präbiotikum, d. h., sie dienen unseren nützlichen Darmbakterien als Nahrung. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise auch Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse.
- Unlösliche Ballaststoffe lösen sich, wie der Name schon sagt, nicht in Wasser auf, erhöhen jedoch das Stuhlvolumen und beschleunigen so die Passage der Verdauungsmasse durch den Verdauungstrakt. Zudem wirken sie wie eine „Bürste“, die den Darm reinigt. Beispiele für unlösliche Ballaststoffe sind Vollkornprodukte, Kleie, Nüsse und Samen.
Derzeit liegt die Ballaststoffaufnahme in den meisten europäischen Ländern unter den empfohlenen Werten. Die durchschnittliche tägliche Ballaststoffaufnahme eines Erwachsenen in der Tschechischen Republik wird auf etwa 15 g geschätzt. Um eine normale Darmfunktion zu gewährleisten, empfiehlt die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) eine tägliche Ballaststoffaufnahme von 25 g für Erwachsene.
Eine langfristig zu geringe Ballaststoffzufuhr steht mit einer Reihe von lebensstilbedingten Problemen in Zusammenhang; daher ist es sinnvoll, Ballaststoffe regelmäßig in die Ernährung aufzunehmen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Akazienfaser (Gummi arabicum) ist ein löslicher, präbiotischer Ballaststoff, der aus dem Saft von Bäumen der Gattung Acacia gewonnen wird.
- Bei Trime verwenden wir diese als natürlichen Zusatzstoff in Fertility Essentials, Pregnancy Essentials, „Magnesium“, „Zink + B6“ sowie in unserem Vitamin-D3-Präparat.
- Als Präbiotikum dient es als Nahrung für die Darmbakterien. Eine Studie von Calame et al. (2008) stellte einen Anstieg der Bifidobakterien und Laktobazillen fest, der bei einer Dosis von 10 g pro Tag am stärksten ausgeprägt war.
- Während der Fermentation im Darm trägt es zur Bildung kurzkettiger Fettsäuren (SCFAs) bei, die die Darmgesundheit fördern.
- Im Vergleich zu Flohsamen quillt es weniger auf und gärt langsamer, doch höhere Dosierungen können vorübergehende Verdauungsbeschwerden verursachen.
Quellen:
[1] Calame W, Weseler AR, Viebke C, Flynn C, Siemensma AD. Gummi arabicum entfaltet bei gesunden Probanden in dosisabhängiger Weise eine präbiotische Wirkung. Br J Nutr. 2008;100(6):1269–1275. doi:10.1017/S0007114508981447
[2] Ríos-Covián D, Ruas-Madiedo P, Margolles A, Gueimonde M, de los Reyes-Gavilán CG, Salazar N. Kurzkettige Fettsäuren im Darm und ihr Zusammenhang mit der Ernährung und der menschlichen Gesundheit. Front Microbiol. 2016;7:185. doi:10.3389/fmicb.2016.00185
[3] Larson R, Nelson C, Korczak R, Willis H, Erickson J, Wang Q, Slavin J. Akaziengummi wird gut vertragen, steigert das Sättigungsgefühl und senkt die maximale Blutzuckerreaktion bei gesunden Probanden. Nutrients. 2021;13(2):618. doi:10.3390/nu13020618
[4] Babiker R, Merghani TH, Elmusharaf K, Badi RM, Lang F, Saeed AM. Auswirkungen der Einnahme von Gummi arabicum auf den Body-Mass-Index und den Körperfettanteil bei gesunden erwachsenen Frauen: eine zweigleisige, randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie. Nutr J. 2012;11:111. doi:10.1186/1475-2891-11-111