Wie stärkt man das Immunsystem?

4.4.2021

Artikel

How to Build Strong Immunity?

Jeder von uns reagiert anders auf Infektionen. Warum werden manche Menschen nie krank, während andere mit Allergien, saisonaler Grippe oder Verdauungsproblemen zu kämpfen haben? Das liegt daran, dass wir einzigartig sind und das Immunsystem jedes Einzelnen anders ist. In diesem Artikel geht es darum, wie die Warnsignale eines geschwächten Immunsystems aussehen und was wir tun können, um seine Funktion zu optimieren.

Artikel im Überblick:

  1. Woraus besteht unser Immunsystem?
  2. Wie stärkt man sein Immunsystem?
  3. Zu den Faktoren, die das Immunsystem schwächen, gehören:
  4. Zu den Symptomen eines geschwächten Immunsystems können gehören:
  5. Möglichkeiten zur Stärkung der Immunität sind unter anderem:

Das Immunsystem muss kontinuierlich gestärkt werden, nicht erst, wenn wir uns schwach fühlen oder krank werden. Das sind meist die ersten Warnsignale unseres Körpers, dass etwas nicht stimmt.

Man muss sich bewusst machen, dass es nicht nur darum geht, die Immunität zu stärken, denn das funktioniert oft nicht und kann Krankheiten sogar verschlimmern. Der Aufbau des Immunsystems erfordert eine Reihe von Maßnahmen, die unsere Abwehrkräfte wieder ins Gleichgewicht bringen. 

Woraus besteht unser Immunsystem?

Das Immunsystem dient als Schutzschild gegen eindringende Mikroorganismen, insbesondere Bakterien, Viren oder Pilze. Es besteht aus verschiedenen Komponenten, die sich gegenseitig unterstützen und ein riesiges Netzwerk bilden. Es fungiert gleichzeitig als Überwachungsbehörde, Armee und Reinigungsdienst.

Wir alle werden mit einer angeborenen Immunität geboren, der ältesten Form der Abwehr, die fast sofortigen Schutz bietet, sobald Bakterien oder Viren in den Körper gelangen. Jede fremde Substanz wird innerhalb weniger Stunden erkannt und zerstört. Zu den Bestandteilen der angeborenen Immunität gehören Phagozyten (die Keime verdauen), Opsonine (Zellen, die Keime als zu tötende Ziele markieren) und andere Zellen, die sie direkt eliminieren können (wie z. B. natürliche Killerzellen). Der mechanische und chemische Schutz durch Haut und Schleimhäute ist ebenfalls wichtig. Die angeborene Immunität unterscheidet nicht zwischen Krankheitserregern, und ihre Reaktionen sind nicht spezifisch auf diese ausgerichtet.

Die adaptive Immunität, auch als erworbene Immunität bekannt, hat dagegen eine länger anhaltende Reaktion, die etwa 3 bis 5 Tage dauert, ist aber sehr spezifisch für bestimmte Krankheitserreger. Die adaptive Immunität ist bei der Geburt noch nicht vorhanden, sondern wird im Laufe des Lebens erworben. Ihre Zellen können sich an Mikroorganismen erinnern, und wenn sie später damit in Kontakt kommen, sind die Reaktionen darauf zugeschnitten, bestimmte Krankheitserreger oder von Krankheitserregern infizierte Zellen möglichst vollständig zu eliminieren.

Die Hauptakteure der adaptiven Immunität sind B-Lymphozyten, die Antikörper produzieren, die als Immunglobuline (Ig) bekannt sind, und T-Lymphozyten, die die B-Zellen bei der Antikörperproduktion unterstützen und zudem durch die Produktion von Entzündungsstoffen, den sogenannten Zytokinen, reagieren.

Faktoren wie die Art der Geburt, die Dauer des Stillens und das Umfeld, in dem wir von klein auf aufwachsen, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle beim Aufbau der Immunabwehr.

Übertriebene Hygiene zu Hause ist nicht immer förderlich für eine starke Immunabwehr. Auch wenn viele Faktoren in dieser Zeit außerhalb unserer Kontrolle liegen, ist es möglich, das Immunsystem zu stärken und die Widerstandsfähigkeit des Körpers zu verbessern, indem man einen gesunden Lebensstil pflegt.

Wie stärkt man sein Immunsystem?

Jede Krankheit ist das Ergebnis von Ungleichgewichten im Körper, die durch verschiedene Faktoren wie unsere Lebensumgebung, unseren Lebensstil, die Qualität unserer Ernährung und unsere körperliche Aktivität verursacht werden… und die Reaktion unseres Körpers auf Stress. Um langfristig ein gesundes und robustes Abwehrsystem aufrechtzuerhalten, müssen wir unsere Körperfunktionen im Gleichgewicht halten – oder anders gesagt: ein Gleichgewicht zwischen den Faktoren, die das Immunsystem stärken, und denen, die es schwächen. Während manche Faktoren, wie Umweltverschmutzung, vielleicht außerhalb unserer Kontrolle liegen, ist es entscheidend, sich auf die Aspekte zu konzentrieren, die wir beeinflussen können, und Elemente zu beseitigen, die den Körper belasten und unser inneres Milieu stören könnten.

Je mehr wir also negativen Faktoren ausgesetzt sind, die das Immunsystem schwächen, desto wichtiger wird es, der Vorbeugung Priorität einzuräumen. Menschen, die in verschmutzten Städten leben und einen hektischen Alltag haben, sollten zum Beispiel auf eine nährstoffreiche Ernährung, hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, Wochenendausflüge in die Natur und vor allem auf ausreichend und guten Schlaf achten.

 

Zu den Faktoren, die das Immunsystem schwächen, gehören:

  • Nährstoffmangel
  • Nahrungsmittel von schlechter Qualität – Dazu gehören kohlenhydratreiche Lebensmittel, Einfachzucker, stark verarbeitete Lebensmittel und Lebensmittel mit künstlichen Aromen
  • Übermäßiger Einsatz von Antibiotika und Medikamenten im Allgemeinen
  • Fettleibigkeit
  • Mangel an körperliche Aktivität
  • Verschlechterte Umweltbedingungen
  • Rauchen
  • Übermäßiges Putzen zu Hause 
  • Langfristig erhöhte Cortisolwerte – Das steht im Zusammenhang mit chronischem Stress

Zu den Symptomen eines geschwächten Immunsystems können gehören:

  • Häufige Erkältungen
  • Reizbarkeit
  • Schlecht heilende Wunden
  • Verdauungsstörungen und Bauchschmerzen
  • Hautausschlag 

Diese Symptome könnten erste Anzeichen dafür sein, dass das Immunsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Durch verschiedene Änderungen deines Lebensstils und deiner Ernährung kannst du dein Immunsystem jedoch stärken.

Möglichkeiten zur Stärkung der Immunität sind unter anderem:

  • Gesunder Darm – Etwa 80 % des Immunsystems befinden sich im Darm, weshalb die Darmgesundheit entscheidend ist. Das Darmepithel dient als semipermeable Barriere, die den Austausch von Substanzen zwischen der äußeren und inneren Umgebung reguliert. Zunächst erleichtert es die Aufnahme lebenswichtiger Nährstoffe und bildet gleichzeitig eine Barriere gegen pathogene Moleküle und Bakterien. Der Verzehr ungesunder, stark verarbeiteter Lebensmittel und chronischer Stress können jedoch Entzündungen auslösen und die Integrität der Darmwand beeinträchtigen. Diese geschwächte Barriere kann dann schädlichen Molekülen den Weg in den Körper ebnen. 
  • Regelmäßige Bewegung und SportSport kann helfen, den Stresshormonspiegel und chronische Entzündungen im Körper zu senken. Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass er sich auch positiv auf die Produktion von Antikörpern und weißen Blutkörperchen auswirkt.
  • Melatonin -Dieses Hormon reguliert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und unterstützt das Immunsystem. Seine Produktion wird durch Licht beeinflusst, daher erreicht man einen guten Schlaf in der Dunkelheit, ohne Blaulicht ausgesetzt zu sein. Der Melatoninspiegel erreicht seinen Höhepunkt zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens.
  • NahrungsergänzungsmittelNährstoffe aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln sind entscheidend für die Unterstützung des Immunsystems. Ein Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen kann die Immunantwort des Körpers beeinträchtigen. Zu den wichtigsten Nährstoffen für das Immunsystem gehören Kupfer und Zink (Bestandteil des Antioxidans Superoxiddismutase), Eisen, Selen, Magnesium, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C (unterstützt die Integrität von Haut und Schleimhäuten, die Kollagenproduktion und die Eisenaufnahme und wirkt als starkes Antioxidans), Vitamin E (ein Antioxidans), Vitamin D (wichtig für Wachstum und Zellbildung) sowie Vitamin A.

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